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Grußwort zur Jahrestagung 2010 Liebe Mitglieder und Freunde der ADT, da es letztlich das Programm selbst ist, was eine Jahrestagung ausmacht, wird sehr häufig und für in solchen Dingen erfahrene Menschen verständlicherweise das Vorwort überblättert und somit wenig oder gar nicht beachtet. Trotzdem sollte ein Vorwort immer so ausgerichtet sein, dass dann, wenn es denn gelesen wird, auch Information oder/und eine Nachricht übermittelt wird. Hierbei versteht es sich ganz von selbst, dass hinter dem Vorwort zwar vorrangig die Unterzeichnenden letztendlich aber der gesamte Vorstand einer Vereinigung steht. Dies drückt sich u. a. ganz deutlich darin aus, dass bei den Formulierungen entweder die neutrale, unpersönliche Form (z. B. „es gelang…“ oder „man tat…“) oder die „Wir-Form“ genutzt wird. Dies ist nun erstmalig ganz anders, da die beiden dieses Vorwort unterzeichnenden Vorstandsmitglieder nicht mehr zur nächsten Wahl antreten werden und daher jeder für sich ein Vorwort schreibt und verantwortet.
1. Vorsitzender Prof. Dr. Heiner Weber Als ich vor ca. 30 Jahren in Tübingen meinen Lehrstuhl erhielt und seitdem auch diesen inne habe, ließ ich mir nicht im Entferntesten träumen, dass ich der kurze Zeit später mit der Mitgliedsnummer 500 bei der ADT eintrat einmal Vorsitzender dieser Arbeitsgemeinschaft sein würde, die mich von Anfang an in ihrer Einzigartigkeit der Zusammensetzung, der offenen Diskussion und des stets innovativen Auftrittes der Industrie immer faszinierte und vor allem: Die stets das Gefühl einer großen Familie bzw. eines großen Freundeskreises vermittelte. Neun Jahre sind vergangen, die mich noch immer mit Dankbarkeit und Freude an einer kleinen und trotz vieler wirtschaftlichen Beutelungen immer noch relativ heilen Welt teilhaben ließ, die bezogen auf meine Amtszeit globalpolitisch von Terroranschlägen und wirtschaftlichen Katastrophen umrahmt war und ist. In diesem Makrokosmos zeigt der Mikrokosmos „ADT“, was Menschen, die arbeiten wollen, die kreativ sind, die vertrauen, die lernen wollen, und, und, und … zu leisten in der Lage sind. Diese nie einbrechende sondern im Gegenteil langsam wachsende energetische Ausstrahlung der ADT hat mich immer aufs Höchste motiviert! Diese mit einer Energieaufladung vergleichbare Motivation wurde getragen durch Sie, verehrte Mitglieder, Teilnehmer und Freunde der ADT, durch Sie, die stets großzügige und entgegenkommende Dentalindustrie, und aber auch vor allem durch den mich begleitenden Vorstand und hierbei durch den nimmermüden Motor und die präzise Uhr Frau Stockburger! Alle hier Angesprochenen haben mir vertraut und sind vielen meiner neuen Ideen gefolgt, von denen die wesentlichen eine Weitung des Programmes für offene, nicht verängstigte Diskussionen, die Einführung von Workshops zur Intensivierung des praktischen Wissenstransfers, die Internationalisierung durch entsprechende Referenten mit Blick weit über den eigenen Tellerrand hinaus, und nicht zuletzt ein klares, transparentes Sponsorenkonzept sowie eine zeitgemäße preis-/leistungsorientierte Anpassung der Mitgliedsbeiträge waren. Auch konnte in der Schlussphase meiner Amtszeit die hoffentlich längerfristige Kooperation mit einer anderen Fachgesellschaft, der DGZI, initiiert werden, die gerade hinsichtlich der Mischung von zahnärztlichem Tun und zahntechnischem Schaffen und den damit verbundenen modernsten Technologien dem Grundgedanken der ADT sowohl im Hinblick auf Innovation wie auch im Hinblick auf die Patientenversorgung und dies alles unter dem Aspekt der innigen, partnerschaftlichen Kooperation zwischen Zahntechnikerschaft und Zahnärzteschaft sehr nahe kommt. So möchte ich auch dem Präsidenten dieser Gesellschaft, Herrn Dr. Heinemann, stellvertretend für seinen gesamten Vorstand auf diesem Wege danken. Sicherlich müssen Entscheidungen, die ich initiierte und auch umgesetzt habe, neu überdacht werden, da sie entweder sich nicht umsetzen ließen oder aber sich die Rahmenbedingungen geändert haben. Hierzu gehört u. a. der erneute Standortwechsel, für den ich der ADT allgemein und dem Vorstand im Besonderen viel Erfolg wünsche. Dieser Standortwechsel, Sponsorenkonzepte, Mitgliedsbeiträge und vieles andere mehr haben natürlich ökonomische Gesichtspunkte, die auch für die Prosperität einer jeden Gesellschaft, wenn sie als eingetragener Verein keinesfalls vom Gewinn lebt und auch nicht leben darf, von grundlegender Bedeutung sind. Doch eines muss hierbei immer klar sein: Neben all diesen finanziellen Aspekten muss der Kerngedanke der ADT weiter getragen und ausgebaut werden: Am Ziel all unserer Bemühungen steht letztendlich die Versorgung unserer Patienten, wobei hier insbesondere die Therapien angesprochen sind, die durch eine sehr innige, „ineinander verzahnte“ Kooperation zwischen Zahnärzte- und Zahntechnikerschaft angesprochen sind, wobei diese partnerschaftliche Organisation wiederum auf innovativen Entwicklungen der Industrie basiert. Diese Entwicklungen wiederum benötigen neben einer häufig rein kreativen Anfangsphase die wissenschaftliche Absicherung. Um die offene, faire Verbindung dieser vier Komponenten bemüht sich die ADT seit Jahrzehnten sehr erfolgreich und geht dabei insofern einen Schritt weiter, indem sie den Nachwuchs beider vorher angesprochenen Berufsgruppen durch verschiedene Angebote versucht verstärkt mit ins Boot zu nehmen. Sowohl hierin wie auch im weiteren Ausbau der ADT allgemein auf nationaler und internationaler Ebene sind u. a. noch Entwicklungspotenziale zu sehen. Europa ist größer geworden, die medizinische Versorgung wird anspruchsvoller durch Weiterentwicklungen in Diagnostik und Therapie, der Präventionsgedanke sollte mehr denn je Fuß fassen und bei allem werden die Menschen stets älter mit neuen daraus erwachsenden zahn-/medizinischen Herausforderungen. Die Einzigartigkeit der ADT in ihrer Zusammen- und Zielsetzung ist außerordentlich wertvoll für alle vorher angesprochenen Gruppierungen. Es muss nach Möglichkeit verhindert werden, dass an anderer Stelle „das Rad neu erfunden“ wird und eine ähnliche Form wie die ADT sich formiert. Statt dessen muss die ADT sich ihrer vorher angesprochenen Stärken bewusst sein und die verschiedenen Gruppierungen sollten alles daran setzen, um gemeinsam mit dem neuen Vorstand das Forum weiter auszubauen, zu modernisieren, zu aktualisieren ohne dabei das vorher genannte Hauptziel, die Versorgung unserer Patienten durch die innige Kooperation mit den verschiedenen Gruppierungen ständig zu verbessern, aus den Augen zu verlieren. Bevor ich aber schon wieder beginne, wie scheidende Vorstände aus der Industrie mit neuen Vorschlägen für den neuen Vorstand aufzuwarten, möchte ich schließen und dies, wie man es mir immer nachgesagt hat, mit einer klaren Aussage: Ich danke Ihnen allen für das große Vertrauen, was Sie mir entgegenbrachten und welches mir meine Arbeit nicht nur erleichterte sondern auch zur Freude machte. Ich danke allen Vorstandsmitgliedern, die mich über die Jahre nicht nur begleiteten sondern auch stützten und berieten. Und ich wünsche dem neuen Vorstand eine gute Hand und viel Erfolg bei der Erledigung der neuen Aufgaben und Herausforderungen. Die ADT hat mir sehr viel gegeben hoffentlich konnte ich auch etwas zurück geben! Mit herzlichsten Grüßen und mit den besten Wünschen verbleibe ich in fortdauernder Verbundenheit Ihr
2. stellv. Vorsitzender Jürgen Mehlert, ZTM Nach nunmehr neun Jahren gemeinsamer Vorstandstätigkeit möchte auch ich mich bei allen Mitgliedern und Freunden der ADT verabschieden. Ich werde auf der nächsten Tagung nicht mehr kandidieren. Es ist an der Zeit, dass junge Kollegen die Arbeitsgemeinschaft erfolgreich in das nächste Jahrzehnt steuern. Diese Jahre werden geprägt sein von der Digitalisierung der beiden Berufsstände Zahnarzt und Zahntechnik. Die digitale Prozesskette von der Praxis ins Labor erhält einen neuen Startpunkt: den Intraoralscan. Die Zahntechniker werden sich dieser Herausforderung stellen müssen. Genau hierfür bietet die Jahrestagung unserer Gesellschaft schon traditionell die geeignete Informationsplattform: „zukunftsträchtige“ Trends erkennen und sich unternehmerisch und fachlich darauf einstellen. Praxis und Labor werden technologisch noch enger zusammenrücken. Das bedingt unweigerlich eine noch intensivere und vor allem frühzeitigere Kommunikation miteinander. Auch die Industrie ist hierzu aufgerufen. Die Workshops und Podien der ADT haben ihren Besuchern immer schon die aktuellsten Entwicklungen aus Industrie, Hochschule und Labor vorgestellt. Das ist 2010 so und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Ich bin schon gespannt auf die Referate und die „heißen“ Diskussionen mit dem Auditorium. Neun Jahre sind eine lange Zeit, auf die ich mit Freude und Stolz zurück blicke. Stolz, weil ich für die ADT und ihre Mitglieder so hoffe ich es zumindest Einiges habe (mit-) bewegen können. Und Freude, weil die gemeinsame Arbeit mit den Vorstandskollegen mir zu jeder Zeit sehr viel gegeben hat. Der Spaß kam dabei auch nie zu kurz. So war für mich als Nordlicht jede Reise in die südlichen Gefilde, ob Vorstandssitzung im Herbst oder die Tagung im Frühsommer, weit mehr als nur eine willkommene Abwechslung. Immer war alles bestens geplant und organisiert, Frau Stockburger hat nie etwas dem Zufall überlassen. Auf ihr perfektes Management war Verlass. So hatten wir vier Herren genügend Zeit, uns um die ADT und ihre Belange zu kümmern. Für den vielfältigen „kreativen Input“ sei an dieser Stelle ganz, ganz herzlich Prof. Heiner Weber gedankt! Als unser „spiritus rector“ hat er die Fäden zu jeder Zeit in den Händen gehalten und nicht nur mit einem Auge die Entwicklung der Kosten und Einnahmen beobachtet. Die Gesamtverantwortung einschließlich der finanziellen Risiken ruhte neun Jahre auf seinen Schultern. Heute ist der Haushalt der ADT nicht nur ausgeglichen, er ist bestens für den neuen Vorstand aufgestellt. Bei Prof. Jürgen Setz bedanke ich mich vor allem für die enge Verbundenheit mit unserem Berufsstand. Er hat stets auf die Ausgewogenheit zwischen Zahnmedizin und Zahntechnik geachtet, was an der Aktualität der Tagungsprogramme deutlich abzulesen war und auch künftig sein wird. Mit ZTM Jochen Birk wurde vor drei Jahren ein hervorragender Kenner der dentalen Szene in den Vorstand gewählt, der gerade auch die Berufspolitik mit in die Diskussionen um Sachthemen und Referate einbrachte. Für seine fachkundige, kollegiale Unterstützung bei der Planung und Ausgestaltung des Rahmenprogramms bedanke ich mich ganz herzlich. Dass in den neun Jahren alle Vorstandsentscheidungen einstimmig beschlossen wurden, zeugt nicht nur von gegenseitiger Hochachtung und bester kollegialer Zusammenarbeit. Es ist sicherlich auch ein Grund dafür, dass die ADT nach wie vor im Zentrum dentaler Fortbildung platziert ist. Allen Mitgliedern, die uns über all diese Jahre gute wie manchmal nicht so rosige die Traue gehalten, uns gelobt und immer wieder konstruktiv kritisiert haben, sei ebenfalls herzlich gedankt. Ihre produktiven Wünsche, Hinweise und Anregungen waren Ansporn für das darauffolgende Jahr. Nur so kann verbessert werden, was hakt oder unrund läuft. Und erst dadurch wird es eine für alle erfolgreiche Tagung. Mit der ADT drehen wir an einem nicht gerade kleinen Rad. Ohne eine offene und faire Partnerschaft mit der Industrie wäre das nicht möglich. Für ihre Mitarbeiter war es bestimmt nicht immer leicht, mit uns gemeinsam zu arbeiten. Doch die Jahre haben uns zusammen wachsen lassen und aus so mancher Partnerschaft ist Freundschaft geworden. Eine Verbundenheit, auf die künftige Vorstände vertrauen können. Doch was wäre die ADT ohne ihre „Get-together Party“? Auf ihr wird heiß diskutiert, diskret geplant oder einfach nur geplaudert. Mein Dank gilt meinem ehemaligen Vorstandskollegen Jan Langner, der die Party ins Leben gerufen hat. Nochmals, ganz herzlichen Dank an Alle, auch den hier nicht namentlich Erwähnten, für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die tatkräftige Unterstützung. Dem neuen Vorstand wünsche ich alles erdenklich Gute für die nächsten Jahre! Herzlichst, |